Lillis Erfinderinnen

Florentine Prechtel

Florentine Prechtel

Florentine Prechtel malte schon in ihrer Kindheit die Gehwege an und studierte dann auch folgerichtig Malerei und Bildhauerei in Mönchengladbach, Karlsruhe und Freiburg. Die Neugier trieb sie übers Meer, und sie lebte in Rom, Berlin und Barcelona. Inzwischen hat sie sich mit Mann, Kind und Katze in Freiburg niedergelassen.



Interview mit Florentine

Wann haben Sie mit dem Malen angefangen?

Mit drei Jahren schon. Ich hatte sehr früh sehr eigene Vorstellungen, und das Tapetenpapier im Kindergarten reichte bei Weitem nicht aus. Da mussten auch die Wände in meinem Kinderzimmer herhalten. Auch mit den gängigen Regeln der Darstellung und der Handhabung der Malmittel eckte ich an. Sie stimmte mit meinen überbordenden Ideen nicht überein, und ich musste lange suchen, bis mich jemand verstand. Das geschah erst 25 Jahre später, zu Beginn meines Studiums.

Wie entstehen Ihre Illustrationen?

Zunächst in meinem Kopf, vo allem während des Lesens von Manuskripten. Die schönsten Bilder entstehen sofort, beim ersten Lesen! Sie kommen direkt aus dem Text, machen einen Umweg über mein Herz und erst ganz spät folgt der Verstand (wenn überhaupt ...).

Verwenden Sie unterschiedliche Techniken?

O ja! Ich habe diesbezüglich einen sehr reichen Erfahrungsschatz und nutze jedes Mittel und jede Technik, um den in mir wohnenden Bildern die Gestalt zu geben, die ich in ihnen sehe.

Wo malen Sie am liebsten?

In aller Ruhe in meinem Atelier, das optimal eingerichtet und lichtdurchflutet ist. Am liebsten in Anwesenheit meines schlafenden Katers. (Dann stört er nicht, und sein leises Schnarchen schafft eine inspirierende und ruhige Atmosphäre.)

 

 

Welche Farbe mögen Sie am liebsten, und warum?

Grün! Und noch mal Grün! Ich bin regelrecht verrückt nach Grün. Für mich die Farbe der Welt, des Waldes, allen Lebens, der Entstehung, der Zuversicht, der Hoffnung, des Glücks! Ach, wie schön ist Grün! Ich sehe alle Farben auch in Kommunikation mit Grün: Alles bezieht sich irgendwie auf Grün.

 

 

Was machen Sie außer Malen noch gerne?

Ich halte mich gerne in der Natur auf. Ich jogge, fahre Rad, gestalte gerne meine Umwelt auf ungewöhnliche Weise mit. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie.

 

 

Haben Sie Tiere, und welches ist Ihr Lieblingstier?

Mein Lieblingstier ist eindeutig die Katze. Ich habe einen Kater, der sogar sprechen kann. Echt! Er gibt Kommentare zu meinen Bildern ab, ich sage aber nicht, was für welche ...

 

 

Was mögen Sie an Liliane Susewind?

Dieses Mädchen ist wundervoll! Die Geschichten sind wundervoll! Tanya Stewners Geschichten machen die Figuren lebendig, es ist eine absolute Freude, solche Geschichten illustrieren zu dürfen. Wer darf schon die Arbeitstage mit Lachen und Vergnügen verbringen?

 

 

Wo würden Sie am liebsten leben?

Genau da, wo ich lebe! Keine andere Wohnung, kein anderer Ort! Der Gipfel des Glücks wären ein Baumhaus in direkter Nähe und ein schottischer Ofen, das ist ein gußeiserner Ofen, mit dem man nicht nur heizen, sondern auch kochen und backen kann.